Verunfalltes Fahrzeug - was tun?

Verunfalltes Auto Duisburg

Ob fremdverschuldet oder selbstverschuldet: Ein Unfall ist eine komplizierte Angelegenheit. Wer in einen Unfall verwickelt ist, weiß oft nicht was zu tun ist. Wie verhalte ich mich an der Unfallstelle und was sollte ich unbedingt vermeiden? Hilfreiche Tipps wie Sie sich Ärger ersparen können und wie man die Versicherung miteinbezieht zeigen wir Ihnen hier.

Was Sie nach einem Unfall besser nicht tun sollten

Ein Unfall ist mit vielen Rechten und Pflichten verbunden. Direkt nach dem Unfall sollte die Schuldfrage besser nicht endgültig geklärt werden, da die Beteiligten meist unter Schock stehen und das Urteilsvermögen getrübt ist. 

Zuallererst gilt: Egal wie groß der Schaden oder Zusammenstoß - bei einem Unfall muss immer angehalten werden. Der gesunde Menschenverstand und vor allem die Gesetzgebung verlangen, dass Beteiligte nach einem Unfall direkt anhalten und gegebenenfalls die Unfallstelle absichern. Wer nicht anhält, macht sich der Fahrerflucht strafbar. Wenn kein Fahrer oder Halter des beschädigten Autos vor Ort ist, sollten Sie nicht nur einen Zettel mit persönlichen Daten oder Informationen an der Windschutzscheibe befestigen. In diesem Fall benachrichtigen Sie die Polizei. 

Kommen wir zurück zur Schuldfrage. Am Unfallort sollten Sie nicht aus dem Affekt heraus eine Schuldanerkenntnis unterschreiben. Schlimmstenfalls können Sie Ihren Versicherungsschutz und viel Geld verlieren. Versuchen Sie außerdem nicht die Angelegenheit selbst zu klären, da Laien oft nicht beurteilen können wie hoch der Schaden ist oder wie man diesen aus der Welt schafft. 

Schlafen Sie besser eine Nacht über das Ganze und klären am nächsten Tag mit einem klareren Kopf alle Versicherungsangelegenheiten.

Was kommt versicherungstechnisch auf mich zu?

Grundsätzlich sollte nach einem Unfall binnen einer Woche die Versicherung informiert werden. Wenn die Schuldfrage geklärt ist, wissen Sie wann Ihre Versicherung greift. Als Unfallverursacher zahlt Ihre Teilkaskoversicherung den Schaden am eigenen Auto nicht. Für den Fall, dass Sie selbst geschädigt wurden, übernimmt die Versicherung den Schaden an Ihrem Fahrzeug. Als Vollkaskoversicherter können Sie in jedem Fall beruhigt sein. Ob schuldig oder nicht, die Versicherung übernimmt den Unfallschaden am gegnerischen und auch dem eigenen Wagen.
Als Unfallverursacher kommt eine weitere Pflicht auf Sie zu. Sie müssen innerhalb einer Woche Ihrer Haftpflichtversicherung eine Schadenmeldung aushändigen. Falls Sie diese Frist nicht einhalten, kann Ihre Versicherung selbst entscheiden, ob sie für den vollen Schaden aufkommt.

Als Geschädigter haben Sie den Anspruch kostenfrei Unfallhilfe zu bekommen und die Versicherung des Gegners auf den Schaden aufmerksam zu machen. Diese meldet sich bezüglich des weiteren Vorgangs bei Ihnen. 

Jedoch müssen Sie beachten, dass in Ausnahmefällen, wie Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz, Ihre Versicherung nicht dazu verpflichtet ist, auch nur einen Teil des Schadens zu übernehmen.